Binah

Gierige Harpyie

Binah VII

In Sandspitze versorgen sich die Abenteurer mit Ausrüstung; Grunyar legt sich einen leichten Schlafsack aus Rasperin zu, Merisiel ersteht einen heilenden Trank.

Nach wie vor möchten die Helden nach Tamran reisen. Nach etwas Umhören wird klar, dass in einigen Tagen ein Kapitän Namens Farli Zwickmann mit seiner “Schwarzer Nebel” in Richtung Osten aufbrechen. Er startet zwar in der etwas entfernten Grossstadt Magnimar, die Gruppe schickt ihm aber eine Nachricht mit der Bitte um einen Zwischenstopp in Sandspitze.

Die Klerikerin Kyra hat sich während der Zeit in Sandspitze offenbar mit Ameiko Kaijitsu angefreundet. Sie ist Wirtin des rostigen Drachens und eine gestandene Abenteurerin. Kyra trennt sich von der Gruppe und bleibt bei Ameiko – der Grund dafür ist unbekannt.

Am 16 Neth holt sie Farli mit seinem Schiff ab – das monströse Konstrukt hebt fast lautlos ab, lediglich das Knirschen einiger Balken und Taue ist zu vernehmen. Die Schwarze Nebel war ursprüngliche eine Barkasse. Mit grossen Ballonen und einem magischen Antrieb ausgestattet kann sie aber durch die Lüfte brausen. Das rechteckige Luftschiff besitzt eine einfache Kajüte mit 10 Betten, sowie eine Kapitänsloge. Im Unterdeck ist das Lager mit dem Frachtgut zu finden.

Ab einer gewissen Höhe nimmt es an Fahrt auf, die Gäste werden mit den Ortsgepflogenheiten bekannt gemacht und Besatzung und Gäste lernen sich untereinander kennen.

An Bord befinden sich:

  • Kapitän Farli Zwickmann, ein älterer Haudegen aus Nirmathas, trägt eine Augenklappe
  • Ewen, ein Matrose
  • Drei junge Varisierinnen, welche sich ebenfalls als Passagiere an Bord befinden.

Angesprochen auf seine Augenklappe beginnt Farli lang und breit über seine Zeit in der nirmathischen Armee zu berichten. Die steten Konflikte mit dem südlichen Nachbarn Molthune sind eine grosse Belastung für ihn und seine Landsleute. Die Verknechtung durch
die Hardliner aus dem Süden droht ständig. Weiterhin kennt Farli die zwergische Magierin Ada aus Janderhoff, per Zufall eine ehemalige Freundin von Grunyar.

Der fliegende Händler transportiert regelmässig Waren zwischen Varisien und Nirmathas; heuer sind es Stoffe, Parfums und Werkzeuge in die Zwergenstadt Skelt. Er bevorzugt – trotz der vielen Gefahren – den Luftweg. Der Geschwindigkeitsvorteil ist in diesem Gewerbe nicht zu unterschätzen.

Nachdem einige Stunden an Bord vergangen sind, vernimmt die Besatzung lautes Klopfen aus dem Frachtraum. Mit gezückten Waffen wird vorsichtig die Tür zum Lager geöffnet. Eine zersauste Kyra steht vor ihnen. Offensichtlich hat Ameiko die gute Klerikerin betäubt und in das Schiff geschmuggelt. Kyra erinnert sich wenig an die letzten Stunden, lediglich an eine tolle Feier im rostigen Drachen. Merisiel, Valeros und Grunyar sind aber froh, die lebenslustige Gefährtin wieder mit von der Partie zu haben.

Als das Schiff am 18 Neth langsam über Hügel und Täler gleitet, steigen aufs Mal Feuerwerkskörper gegen den Himmel und es werden auf den Hügeln viele Feuer entzündet. Auch farbige und spektakuläre Effekte vielerlei Zauber sind zu sehen. Die Helden geniessen
eine wunderbare Aussicht auf die Aktivitäten rund um den Beschwörungstag, an welchem gespielte und echte Zauberduelle abgehalten werden.

Das Wetter spielt nur halb mit Farlis Plänen mit, die Schwarze Nebel driftet etwas in Richtung Süden ab und gelangt dabei in die Nähe des Blutschwurtals. Das gefällt dem Kapitän weniger, das Tal ist bekannt für gefährliche Unwesen. Optimistisch nimmt er aber weiterhin Kurs gegen Osten.

Aber tatsächlich wird das Schiff von zwei Harpyien heimgesucht. Obwohl zuerst unklar ist, was die menschenähnlichen Wesen im Schilde führen, ist ein Kampf unausweichlich. Die Helden stellen sich mutig den Bestien entgegen und greifen mittels Singen, magischen Angriffen und Seilen an. Mit derartiger List und Kampfkunst können die beiden ausgeschaltet werden.

Als bereits die Lichter Tamrans in der Ferne glitzern, vernehmen die Passagiere und Besatzung aufs Mal rhythmisches Keuchen. Und dann geht es plötzlich schnell. Eine Gruppe molthunische Freibeuter hat die Schwarze Nebel auf der Grenze zwischen den Ländern abgepasst und entert mit ihrem manuell angetriebenen, einem Vogel nachempfundenen Fluggerät. Die Besatzung macht aber kurzen Prozess mit den Piraten. Ein geschickt platzierten Zauberspruch von Grunyar lässt einige Piraten ausrutschen und in die Tiefe stürzen. Die restliche Bedrohung wird mit Klinge und Bolzen erledigt. Der gefundene Freibeuterbrief der molthunischen Regierung nehmen Grunyar, Merisiel und Valeros triumphierend entgegen. Werden sie in Tamran damit vielleicht eine Belohnung erhalten können?

Die allzu ereignisvolle Reise hat aber doch noch ein Ende genommen, am 18 Kuthona 4713 treffen die Helden schliesslich in Tamran ein. Die Helden sind erleichtert wieder festen Boden unter den Füssen zu haben. Auf die Empfehlung Farlis hin richten sie sich in Gar’s Henkersmalhzeit ein, einer urchigen Hafenspelunke mit einigen Zimmern. Der Wirt Puglas Tamall versorgt sie mit Speis und Bier.

Nachdem klar wird, dass ihr Kontakt Reginar in Tamran nicht mehr auffindbar ist, macht sich die Gruppe auf den Regierungssitz zu suchen. Puglas gibt ihnen bereitwillig Auskunft und schickt sie zu Aromina Jasgon, Sprecherin des Herzens. Aromina ist erfreut über den Besuch und die Unterstützung. Die Verbindung der Masken zum ortsansässigen Kult ist schnell gemacht und anscheinend hat sie schon länger den Verdacht, dass die Religionsanhänger ihren Idealen nicht gerecht werden. Sie hat aber nicht genügend Informationen, um gegen die Razmiri vorzugehen. Sie schlägt deshalb vor, den Kult zu infiltrieren.

Die Helden erinnern sich an die Schändung Kassens Grabstätte und nehmen sich der hehren Aufgabe an. Sie schlendern in Richtung Stadtmitte, wo sich vielerlei Markständen an neu erbauten Razmir-Tempel drängen. Auf der Suche nach Informationen über den Kult sprechen sie mit Händlern, Gauklern und Bewohnern Tamrans.

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spherushi

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